Wer mit dem Geigenspiel beginnt, steht oft vor der ersten großen Frage:

„Welche Geige soll ich kaufen – oder lieber erst mal leihen?“

Die Auswahl an Instrumenten ist riesig – von Billig-Angeboten im Internet bis hin zu hochwertigen Meistergeigen. Doch gerade am Anfang ist es wichtig, ein gut spielbares Instrument zu haben, das den Lernprozess nicht behindert, sondern unterstĂŒtzt. In diesem Beitrag gebe ich dir einen kurzen Überblick, worauf du achten solltest.


1. Kaufen oder mieten?

FĂŒr Kinder oder erwachsene AnfĂ€nger lohnt sich oft zunĂ€chst ein Mietinstrument.

Warum?

  • Kinder wachsen schnell – und damit auch die GeigengrĂ¶ĂŸe

  • Beim Einstieg will man erst einmal ausprobieren, ob das Instrument passt

  • Ein gutes Mietinstrument ist oft hochwertiger als gĂŒnstige InternetkĂ€ufe

Tipp: In MĂŒnchen gibt es einige hervorragende Geigenbauer, die Mietgeigen in verschiedenen GrĂ¶ĂŸen anbieten – ich berate dich dazu gerne persönlich.


2. Finger weg von Billig-Geigen aus dem Internet

Geigen, die neu unter 200 € verkauft werden, sind in der Regel nicht spielfĂ€hig.

Oft sind:

  • Die Stege falsch geschnitzt

  • Die Wirbel klemmen oder rutschen

  • Der Klang ist blechern oder fast nicht vorhanden

Das fĂŒhrt nicht nur zu Frust beim Üben, sondern kann auch falsche Spielhaltungen und Techniken begĂŒnstigen. Lieber ein gutes Leihinstrument vom Fachmann als eine “Geige mit Zubehör” aus dem Discounter.


3. Die richtige GrĂ¶ĂŸe finden

Gerade fĂŒr Kinder ist die passende InstrumentengrĂ¶ĂŸe entscheidend.

Die GrĂ¶ĂŸen reichen von 1/16 bis 4/4 (VollgrĂ¶ĂŸe). Die Wahl hĂ€ngt von der ArmlĂ€nge und KörpergrĂ¶ĂŸe ab. Eine zu große Geige kann zu Verspannungen fĂŒhren – eine zu kleine klingt nicht schön und behindert die Technik.

Ich helfe dir gerne bei der Auswahl der richtigen GrĂ¶ĂŸe – entweder im Unterricht oder bei einem Termin beim Geigenbauer.


4. Zubehör: Was du wirklich brauchst

Zum Einstieg brauchst du nicht viel – aber das Richtige:

  • Eine gute SchulterstĂŒtze, die bequem sitzt

  • Einen Kolophoniumblock (zum Anreiben des Bogens)

  • Einen ordentlichen Bogen – oft Teil des Mietpakets

  • Einen NotenstĂ€nder und ggf. ein einfaches StimmgerĂ€t oder eine App

  • Und ganz wichtig: Geduld und Spielfreude!


Fazit

Ein gutes Instrument ist kein Luxus, sondern die Grundlage fĂŒr nachhaltiges Lernen. Es spart Zeit, Nerven – und bringt deutlich mehr Freude am Klang.

Wenn du dir unsicher bist, helfe ich dir gerne bei der Auswahl oder empfehle dir seriöse Geigenbauer und Verleiher in MĂŒnchen.

đŸŽ» Denn wer mit dem richtigen Instrument startet, hat schon den ersten Schritt geschafft.